September 1999

Thema: Auf der Spur von elektrischen Ladungen (2)

So wird es gemacht:

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Der Draht wird um eine der beiden Elektroden am Ende der Leuchtstoffröhre gewickelt. Das andere Ende des Drahtes wird um einen Wasserhahn gewickelt. Damit wird die Leitung geerdet und es entsteht eine Art "Ladungs-Staubsauger".

Vorsicht, der Draht darf auf keinen Fall in eine Steckdose gesteckt werden! Lebensgefahr!

 

leuchte5.jpg (14772 Byte) Die Schallplatte wird nun mit dem Wolltuch oder dem Pullover durch mehrmaliges, kreisförmiges Reiben aufgeladen. Anschließend wird sie auf den Styropor-Klotz gelegt. Man muss jeweils darauf achten, dass man nur den Plattenrand anfasst, weil die Platte sonst gleich wieder entladen wird.

Nun führt man das freie Ende der Leuchtstoffröhre vorsichtig an die Plattenoberfläche heran. Im abgedunkelten Raum sieht man nun immer dann ein Aufleuchten der Röhre, wenn man in die Nähe einer Ladungsanhäufung gekommen ist. Dies kann man solange wiederholen, bis die Platte wieder völlig entladen ist. Übrigens muss man die Platte dabei gar nicht berühren. Die Entladung kommt auch durch einen kleinen Blitz zwischen Plattenoberfläche und Röhrenelektrode zustande. Oft ist dieser Blitz auch gut zu sehen.

Erklärung: Durch das Reiben der Schallplatte werden elektrostatische Ladungen erzeugt, die sich auf der Schallplatte nicht bewegen können, weil das Plattenmaterial ein Nichtleiter (Isolator) ist. Kommt nun die Elektrode der Röhre in die Nähe von Ladungen, entlädt sich dieser Bereich der Platte, indem die Ladungen zum geerdeten Teil der Leuchtstoffröhre gelangen. Dabei durchlaufen sie das Röhreninnere und erzeugen in der Leuchtschicht der Innenseite Licht.
© Joachim Lerch, Mundinger Weg 33b, 79331 Köndringen

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