April 2001

Thema: Im Prinzip wie ein Fotokopierer....

Was du zuerst wissen musst!!!
  • Die meisten Kunststoffe leiten den elektrischen Strom gar nicht oder nur sehr schlecht. Daher kann man eine Kunststoffplatte elektrische sehr leicht aufladen (z.B. durch Reiben mit einem Wolltuch), denn die elektrischen Ladungen können nicht abfließen.
  • Andere Kunststoffe werden von elektrisch geladenen Kunststoffen angezogen. Die Kräfte, die sie nun zusammen halten, nennt man elektrostatische Kräfte.

 

Durch das Reiben hast Du auf der Platte die Form eines Baumes erzeugt, die elektrisch geladen ist. Die Styroporkügelchen bleiben wegen der elektrischen Anziehung dort wie "angeklebt".

statik6.jpg (48927 Byte) Mit dem Finger kann man die elektrischen Ladungen auf der Rückseite abnehmen, fast wie ein Staubsauger, der Schmutz aufsaugt. Die Kügelchen können nun an diesen Stellen nicht mehr durch elektrische Ladungen gehalten werden und fallen ab.
Im Prinzip funktioniert ein Fotokopierer ähnlich:
  1. Eine Platte (oder Trommel) wird mit sehr hoher Spannung aufgeladen.
  2. Mit dem Licht, das von der Kopiervorlage reflektiert wird, wird die Platte bestrahlt. Dabei entlädt sie sich (so ähnlich, wie wir das mit dem Finger gemacht haben). Überall dort, wo Licht auftrifft, sind nun keine elektrischen Ladungen mehr vorhanden. Da von den schwarzen bzw. dunklen Text- und Bildstellen auf der Kopiervorlage kaum Licht reflektiert wird, entlädt sich die Platte an den entsprechenden Stellen nicht. Nun wird schwarzes Pulver aufgebracht, man nennt es auch Toner. Es wird - ähnlich wie die Styroporkügelchen - nur von den Stellen angezogen, die noch elektrisch geladen sind. Das überschüssige Pulver wird wieder entfernt.
  3. Nun wird das Kopierpapier  stark elektrisch aufgeladen und in die Nähe der Platte gebracht, so dass das Papier den Toner annimmt.
  4. Der Toner wird nun mit Druck und Wärme in das Papier "eingeschmolzen" und bleibt damit dauerhaft bestehen.

 

© Joachim Lerch, Mundinger Weg 33b, 79331 Köndringen

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