Januar 2001

Thema: Chromatografie I

Was du zuerst wissen musst!!!
  • Viele Stoffe lösen sich in Wasser. Wasser ist ein gutes Lösungsmittel. Gibt man ein Farbstoffgemisch auf ein Filterpapier, so breitet sich das Lösungsmittel aus und nimmt die gelösten Stoffe mit unterschiedlicher Geschwindigkeit mit.
  • Stoffe, die auf Papier gut haften, wandern langsam und bleiben zurück. Stoffe, die schlecht haften, werden leichter vom Lösungsmittel transportiert und wandern schneller. 

  • Durch die unterschiedliche Laufgeschwindigkeit werden die Stoffe getrennt.

chroma5.jpg (16473 Byte) Hier sieht man deutlich, wie sich der blaue Farbstoff im aufsteigenden Wasser löst und mit nach oben transportiert wird.
chroma6.jpg (25496 Byte) So sehen die verschiedenen Farbstreifen nach dem Trocknen aus:

Oberer Streifen: Die rote Farbe bestand aus einem dunkelroten und einem orangefarbenen Anteil.

Mittlerer Streifen: Die grüne Farbe hat sich in einen gelben und einen blauen Anteil getrennt.

Unterer Streifen: Die blaue Farbe war nur sehr schlecht wasserlöslich. Die Farbbestandteile haben sich daher nicht sehr stark trennen lassen.

Die Chromatographie (chroma griechisch = Farbe / graphein griechisch = schreiben) ist ein genaues chemisches Untersuchungsverfahren. Mit ihr kannst du Stoffe prüfen, ob sie Reinstoffe (nur aus einem Stoff bestehend) oder Stoffgemische (aus mehreren Stoffen bestehend) sind. Die hier angewandte Papierchromatographie untersucht z.B. die Zusammensetzung von Farbstoffen. Dein grüner Filzstift zum Beispiel besteht also nicht nur aus grüner Farbe, sondern ist ein Gemisch aus verschiedenen Farben, die sich je nach Fabrikat unterscheiden. Probiere es doch mal mit einem schwarzen Stift!

Im nächsten Monat erfährst du, wie die Kriminalpolizei die Chromatographie benützt, um Verbrecher zu überführen. Du kannst einen kriminaltechnischen Versuch dazu machen!

© Charlotte Willmer-Klumpp, Poststr. 6, 79336 Herbolzheim

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